Freie Akademie zur ästhetischen Bildung und Förderung von Kultur und Künsten e. V.
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Kunst am Bau

Am 15. August 1958 wurde die Produktionsgenossenschaft für angewandte Künste „Kunst am Bau“ durch 4 junge Künstler gegründet. Sie erwarben das Grundstück und das von Edmund Moeller erbaute Atelierhaus von der Stadt.

Der Gründungsgedanke, im Kollektiv künstlerisch tätig zu sein und sich vor allem dem Gebiet baugebundener Kunst zuzuwenden, sollte in den darauffolgenden Jahrzehnten zu einer Erfolgsgeschichte werden.

Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder wuchs ständig. Zu den Bildhauern kamen Maler/Grafiker, Keramiker, Designer und Architekten hinzu. Das Land war im Aufbau und neue Möglichkeiten der Gestaltung wurden gesucht.

Die Zusammenarbeit von Künstlern verschiedener Sparten ergab ein kreatives, innovatives Potential welches auf großes Interesse bei Architekten und Städteplanern traf. Die anfängliche Gemeinschaftsarbeit, die ganz bewusst zur Schaffung eines leistungsstarken Zentrums für baugebundene Kunst genutzt wurde, entwickelte sich weiter.

Vincenz Wanitschke, Egmar Ponndorf und Hans Peschel arbeiteten auf dem Gebiet Wandbild und Großplastik zusammen.

Im Bereich Restaurierung waren Ponndorf und Wanitschke maßgeblich am Wiederaufbau des Dresdner Schlosses und der Frauenkirche beteiligt.

Rudi Sitte, Dieter Graupner, Bärbel Schulz, Siegfried Schade schufen im Bereich Baukeramik zahlreiche Freiraumgestaltungen.

Die Maler und Grafiker Friedrich Kracht und Karl-Heinz Adler entwickelten Formsteinwände, Fassadengestaltungen, Spielplatzgeräte zu Serien. Das ermöglichte eine verbreitete Anwendung der Systeme und eine neue Dimension angewandter Kunst. Gemeinsam mit Forschungsinstituten wurden neue Außenbeschichtungen entwickelt und patentiert. Wichtige Projekte waren beispielsweise: Gesamteinfassung Tierpark Berlin, Brunnen am Goldenen Reiter Dresden, Fassade Merkur-Hotel Dresden.

Die PG „Kunst am Bau“ hatte sich zum republikweit wichtigsten Partner bei städtebaulichen Großprojekten entwickelt. Zahlreiche Werke standen und stehen noch an zentralen Plätzen des Landes.